#healthyaging – Gesundes Altern auch im Urlaub

Die WHO plant ab 2020 eine Dekade zum gesunden Altern, denn die demografische Alterung erfordert Anpassungen, Neuorientierungen und Maßnahmen in zahlreichen, miteinander interagierenden Lebensbereichen – auch im Tourismus!

Der demographische Wandel ist neben dem Wertewandel, Innovationen und Kooperationen sowie dem Wandel der Rahmenbedingungen, ein Markttreiber des Gesundheitstourismus. Unsere immer älter werdende Gesellschaft bewirkt ein Ansteigen altersbedingter Krankheiten, z.B. Diabetes oder Einschränkungen des Bewegungsapparates. Trotzdem möchte die ältere Generation auch mit steigendem Alter möglichst vital und agil bleiben. Wir müssen uns fragen wie unsere Gesellschaft mit neusten Technologien und Innovationen beispielsweise aus der Medizin in den nächsten Jahrzehnen leben, arbeiten aber auch reisen wird. Nutzen Senioren zukünftig vermehrt die Digitalisierung und e-Health Technologien und managen Ihre Gesundheit selbst? Werden Senioren künftig mit E-Scooter anstatt mit Rollatoren oder Rollstühle Ausflüge in den Kurpark unternehmen?

Quelle: www.pflegemarketing.org

Das Thema Gesundheitsvorsorge gewinnt zunehmend an Bedeutung. Unsere älteren Generationen, auch unter den Begriffen und Kategorien Best Ager, Generation gold oder Seniors bekannt bietet ein hohes Potential an Nachfragern für gesundheitstouristische Angebote. Die Überalterung der Bevölkerung bietet dem Gesundheitstourismus somit die Chance, Produkte und Services für neue Zielgruppen zu entwickeln. Aufgrund der hohen Ansprüche seitens der Nachfrager liegt hierbei der Fokus auf qualitativ hochwertigen gesundheitsvorsorgetouristischen Angeboten. Für die alternde Zielgruppe spielt somit eine medizinisch-therapeutische Absicherung am Urlaubsort, inklusive stark service- und komfortorientierter Angebote eine zunehmende Rolle.

Unsere Aufgabe ist es ein altersfreundliches Umfeld auch während Reisen zu schaffen, dazu müssen natürlich Rahmenbedingungen wie beispielsweise adäquate Infrastruktur, Barrierefreiheit oder auch die Schaffung eines Bewusstseins für unsere ältere Generationen gewährleistet sein. Enorme Chancen bietet die Entwicklung den Heilbädern und Kurorten, den Versorgungs- und Kompetenzzentren für Gesundheit, sowie den Gesundheitsregionen. Was Sie dafür tun müssen? Medizin, Gesundheit und Tourismus zusammenführen, Gesundheitliche Kernkompetenzen im Ort oder der Region entwickeln und die medizinisch-therapeutische Qualität absichern, ein ganzheitliches Profil für Gesundheit und gesundheitliche Mehrwerte aufbauen, neue Marktsegmente mit entsprechenden Angeboten und Produkten ansprechen und Zukunftspotenziale vorausschauend nutzen. Die Effekte einer gesundheitlichen Ausrichtung sind erheblich. Die Orte machen sich selbst nicht nur als Lebens-, Wohn- und Arbeitsraum fit für die Zukunft, sondern erlangen beispielsweise Alleinstellungen im Wettbewerb und Erweitern ihr touristisches Angebotsportfolio, stärken die wirtschaftliche Bedeutung und generieren dauerhaft mehr Wertschöpfung,…

Ein gutes Beispiel: das Gesundland Vulkaneifel. 2009 schließen sich drei Verbandsgemeinden (Daun, Wittlich-Land damals Manderscheid, Ulmen) mit einem Ziel zusammen, denn Sie möchten gemeinsam etwas für die Gesundheit tun: Markstellung als Kompetenzführer für Therapeutische Landschaft.


Geschrieben von Isabell Decker

Ich bin Consultant bei der PROJECT M GmbH, einer Unternehmensberatung, die führend im Medizin- und Gesundheitstourismus ist. Ich bin verantwortlich für das Kompetenzfeld Gesundheit und befasse mich intensiv mit dem Gesundheitstourismus, bin in unterschiedlichsten Kurorten und Heilbädern von den Bergen bis zur See unterwegs und auf Landesebene aktiv. Besonders spannend ist dabei die Zusammenarbeit sowohl mit Touristikern als auch Medizinern. Ein Schwerpunkt meiner Arbeit liegt auf der zielgruppenspezifischen Vermarktung gesundheitstouristischer Angebote und Produkte.


Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.